Der Stoffwechsel in den Wechseljahren
- Johanna Klein
- 28. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Viele Frauen bemerken ab Ende 30 oder Anfang 40, dass die gewohnten Strategien zur Gewichtskontrolle nicht mehr greifen. Trotz Sport und Kalorienreduktion verändert sich die Figur, besonders im Bauchbereich. Die Ursache liegt meist nicht am „mangelnden Willen“, sondern an tiefgreifenden hormonellen Umstellungen.
Was im Körper passiert: Der Östrogen-Abfall
Mit Beginn der Perimenopause sinkt der Östrogenspiegel schrittweise. Das hat direkte Auswirkungen auf den Stoffwechsel:
Veränderte Fettverteilung: Östrogen fördert die Fettspeicherung an Hüften und Oberschenkeln. Sinkt der Spiegel, neigt der Körper dazu, Fett bevorzugt am Bauch einzulagern (viszerales Fett).
Insulinsensitivität sinkt: Die Zellen reagieren weniger empfindlich auf Insulin. Kohlenhydrate werden schneller als Fett gespeichert, und der Blutzuckerspiegel schwankt stärker.
Verlust von Muskelmasse: Wenn wir nicht gezielt gegensteuern, baut der Körper im Alter Muskelmasse ab – dadurch sinkt der Grundumsatz.
Warum radikale Kalorieneinsparung jetzt schadet
Strenge Diäten bedeuten für den Körper zusätzlichen Stress. Der Cortisolspiegel steigt, was den Abbau von Bauchfett blockiert und Muskelabbau fördert.
Die neue Strategie: Nähren statt Hungern
Proteine priorisieren: Eiweiß schützt vor Muskelabbau, hält den Blutzucker stabil und sorgt für eine langanhaltende Sättigung.
Krafttraining vor Ausdauer: Muskeln sind das aktivste Stoffwechselgewebe. Bau gezieltes Krafttraining in deinen Alltag ein.
Blutzucker-Balance: Kombiniere Kohlenhydrate immer mit Proteinen, gesunden Fetten und Ballaststoffen, um Insulinspitzen zu vermeiden.



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