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Ernährung bei Endometriose

Endometriose ist eine chronische, entzündliche Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Viele betroffene Frauen leiden unter Schmerzen, Erschöpfung und hormonellen Schwankungen. Neben der medizinischen Behandlung kann auch die Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Beschwerden leisten.


  1. Entzündungshemmend essen

Ziel einer endometriosefreundlichen Ernährung ist es, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichem Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering sowie in Leinsamen und Walnüssen enthalten sind. Diese Fettsäuren wirken antientzündlich und können Schmerzen und Entzündungsaktivität beeinflussen. Auch eine hohe Zufuhr an Gemüse, Beeren und Vollkornprodukten liefert antioxidative Pflanzenstoffe, die Entzündungen entgegenwirken.


Verarbeitetes Fleisch, Zucker und Transfette sollten hingegen möglichst reduziert werden, da sie Entzündungsprozesse fördern können. Ebenso zeigen Studien, dass ein hoher Konsum an Milchprodukten und Gluten bei manchen Betroffenen Beschwerden verstärken kann – hier lohnt sich eine individuelle Beobachtung und gegebenenfalls ein schrittweises Austesten.


  1. Hormonhaushalt und Darmgesundheit

Da Endometriose hormonabhängig ist, spielt auch der Östrogenstoffwechsel eine wichtige Rolle. Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Leber und den Darm dabei, überschüssiges Östrogen abzubauen. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse fördern also dank ihrer Ballaststoffe diesen Prozess. Auch probiotische Lebensmittel wie fermentiertes Gemüse oder Naturjoghurt können die Darmflora stabilisieren, was wiederum das Immunsystem stärkt.


Ein stabiler Blutzuckerspiegel hilft zusätzlich, hormonelle Schwankungen auszugleichen. Dafür sollten komplexe Kohlenhydrate bevorzugt und Zucker sowie stark verarbeitete Lebensmittel vermieden werden.

Insgesamt zeigt sich: Eine entzündungsarme, pflanzenbetonte und nährstoffreiche Ernährung kann die Lebensqualität bei Endometriose spürbar verbessern.

 
 
 

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