Wassereinlagerungen bei Frauen
- Johanna Klein
- 25. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Wassereinlagerungen, auch als Ödeme bezeichnet, gehören für viele Frauen zum Alltag. Sie äußern sich häufig durch geschwollene Beine, schwere Füße, ein Spannungsgefühl im Bauch oder ein plötzlich höheres Körpergewicht innerhalb kurzer Zeit. Besonders rund um bestimmte Zyklusphasen, bei Hitze oder in stressigen Zeiten treten diese Veränderungen verstärkt auf. Obwohl Wassereinlagerungen viele mögliche Ursachen haben, spielen Ernährung und Lebensstil eine zentrale Rolle.
Ein wichtiger Einflussfaktor ist die Salz- und Mineralstoffbalance. Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig große Mengen an Natrium, das Wasser im Gewebe bindet. Gleichzeitig wird oft zu wenig Kalium aufgenommen, ein Mineralstoff, der den Flüssigkeitshaushalt reguliert und die Ausscheidung von überschüssigem Natrium unterstützt. Kaliumreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Kartoffeln tragen dazu bei, dieses Gleichgewicht zu verbessern. Eine insgesamt naturbelassene, pflanzenbetonte Ernährung wirkt daher häufig günstiger auf Wassereinlagerungen als stark verarbeitete Kost.
Auch der Blutzuckerspiegel beeinflusst den Wasserhaushalt. Hohe Zucker- und Weißmehlmengen führen zu erhöhten Insulinspiegeln, die wiederum die Rückhaltung von Wasser und Natrium fördern können. Gleichzeitig begünstigen starke Blutzuckerschwankungen Entzündungsprozesse, die ebenfalls mit Wassereinlagerungen in Verbindung stehen. Eine ausgewogene Kombination aus komplexen Kohlenhydraten, Eiweiß und gesunden Fetten unterstützt daher nicht nur die Energieversorgung, sondern auch die Flüssigkeitsregulation.
Ein weiterer häufig unterschätzter Punkt ist die Trinkmenge. Wer zu wenig trinkt, signalisiert dem Körper einen möglichen Flüssigkeitsmangel. Als Schutzmechanismus wird Wasser zurückgehalten, was paradoxerweise Wassereinlagerungen verstärken kann. Regelmäßiges Trinken über den Tag verteilt hilft dem Körper, überschüssige Flüssigkeit besser auszuscheiden. Wasser und ungesüßte Kräutertees sind hierfür besonders geeignet.
Hormonelle Schwankungen spielen insbesondere bei Frauen eine große Rolle. In der zweiten Zyklushälfte steigt Progesteron an, was bei vielen Frauen mit Wassereinlagerungen einhergeht. Auch Stress beeinflusst über Cortisol den Wasser- und Elektrolythaushalt. Eine regelmäßige Mahlzeitenstruktur, ausreichend Schlaf und moderate Bewegung können hier unterstützend wirken.
Wichtig ist, Wassereinlagerungen nicht ausschließlich als kosmetisches Problem zu betrachten. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine langfristig ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und Stressmanagement bilden die Basis, um den Körper nachhaltig zu entlasten.



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