Zuckerfallen im Alltag
- Johanna Klein
- 29. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Viele Produkte wirken auf den ersten Blick gesund, enthalten jedoch deutlich mehr Zucker, als vermutet wird. Besonders problematisch ist, dass Zucker in sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt, auch in solchen, die nicht als süß wahrgenommen werden. Das liegt zum einen daran, dass Zucker Geschmack verstärkt und zum anderen, dass er in der Lebensmittelindustrie als günstiger Rohstoff eingesetzt wird. Für Verbraucher ist es daher oft schwierig zu erkennen, wo Zucker tatsächlich enthalten ist.
Typische Zuckerfallen sind Frühstückscerealien, Fruchtjoghurts, Smoothies, Müsliriegel, Grillsoßen und Fertigdressings. Auch koffeinhaltige Erfrischungsgetränke, Eistees und manche pflanzliche Milchalternativen enthalten häufig größere Mengen. Selbst herzhafte Produkte wie Ketchup, Tomatensoßen, Brot, Wurstwaren oder Fertiggerichte tragen zum Zuckerkonsum bei, da Zucker hier oft als Geschmacksverstärker oder zur Stabilisierung eingesetzt wird.
Um Zucker zu vermeiden, ist ein Blick auf die Zutatenliste entscheidend. Zucker kann sich hinter vielen Bezeichnungen verbergen, darunter Glukose, Fruktose, Dextrose, Maltose, Saccharose, Fruktosesirup oder Gerstenmalzextrakt. Steht eines dieser Wörter weit vorne auf der Zutatenliste, ist der Zuckeranteil meist hoch. Eine gute Orientierung bietet außerdem die Nährwerttabelle: Produkte mit mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm sollten sparsam verwendet werden.
Eine einfache Alternative besteht darin, häufiger naturbelassene Lebensmittel zu wählen und süße Produkte selbst zuzubereiten, etwa Joghurt mit frischem Obst statt gezuckerte Varianten. Auch ungesüßte Getränke und selbstgemachte Dressings helfen, den Zuckerkonsum deutlich zu senken. Durch kleine, bewusste Entscheidungen lässt sich die tägliche Zuckeraufnahme spürbar reduzieren, ohne dass der Genuss verloren geht.



Kommentare